Der Fensterausblick

Es ist 2 Uhr nachts und ich stehe auf um ein Glas Wasser zu trinken. Gegenüber im Hof ein erleuchtetes Fenster. Jemand ist noch wach und liest vielleicht ein Buch. Distanz und Nähe!

magischer Realismus,
Der nächtliche Gefährte, Acryl/öl auf Holz, 100 x 70 cm, 1988

 

Den Alltag neu sehen (bei Edward Hopper und Andrew Wyeth)

 

Die Alltäglichkeit ist eine Grundvoraussetzung der Bilder des Magischen Realismus. Im Magischen Realismus kommt meistens nichts Irreales vor, doch die Stimmung im Bild weist auf etwas Irreales, etwas  Unwirkliches hin. Erzeugt wird diese Stimmung oft von besonderen Lichtverhältnissen. Ich möchte das an Hand von Bildern von zwei amerikanischen Malern illustrieren, die für mich den Magischen Realismus nahestehen.

 

Das schrägeinfallende Licht

 

Edward  Hopper und Andrew Wyeth. Beide Persönlichkeiten sind typische Einzelgänger, die sich nicht um den Zeitgeist in der Kunst kümmerten, der damals von der sogenannten abstrakten Kunst beherrscht war.

 „Ich möchte Sonnenstrahlen malen die eine Architektur durchschneiden“, (Edward Hopper)

 

                

Room by the Sea        (Hopper)                                   Sun in an Empty Room           (Hopper)

 

Auch bei Andrew Wyeth Bildern ist das schrägeinfallende Licht von Bedeutung. Bedeutung bekommt aber auch der Blick aus dem Fenster. Das Innen und Außen in Bezug zueinander.

 

 Wind from the Sea 1947                           (Wyeth)    Wind from the Sea (detail )  (Wyeth).

 Der Wind lässt die nahe Küste erahnen. Es ist das völlig Unspektakuläre des Alltags.