Das Erzählerische

Inspiriert von Kafka´s Erzählung" Die Verwandlung" setze ich in diesem Bild die Geschichte fort. Gregor, der Protagonist, entkommt der Familie und irrt nun als riesige Stubenfliege durch eine Kellergasse.

magischer Realismus, Kafka,
Die Fliege, Öl/Tempera auf Holz, 70 x 85 cm, 1984

 

Das Erzählende- der komprimierte Augenblick (bei Hopper und Wyeth)

 

Das Narrative in den Bildern beider Maler haben Filmregisseure wie Alfred Hitchcock und Wim Wenders beeinflusst. Manche Bilder wirken wie angehaltene Szenen aus einem Film. Wie ein komprimierter Augenblick.

 

     

Das Haus am Bahndamm            (Hopper)      A.Hitchcock am Set                         (Film: Psycho)

 

 

 

Im Bild“ Haus am Bahndamm“ tritt die Architektur in den Hintergrund. Das Licht bestimmt die Stimmung und scheint eine Geschichte zu erzählen die sich im Haus abgespielt haben  könnte. Vielleicht ist A. Hitchcock vom Bild Hoppers inspiriert worden.

 

 

 New York Movies                             (Hopper)

 

 

 

Im Bild New York Movie  lenkt Hopper den Fokus auf die Angestellte des Kinos. Sie hat den Film vielleicht schon hundert Mal gesehen und ist mit ihren Gedanken ganz woanders.

 

 

   

 

  Telling Stories        (Hopper Paraphrase)    Gas Station                                 (Hopper)

 

 

 

Zum  Bild „GasStation“ ,einer nächtlichen Tankstelle meint  der  Filmregieseur  Wim Wenders : die Bilder von Hopper bringen den Betrachter dazu sich zu fragen, was im nächsten Moment geschehen wird. Es gibt ein Vorher und ein Nachher. Wer war in dem Auto?

 

„Diese ,anekdotischen‘ Bilder erwecken den Eindruck, als präsentieren sie einen eminent wichtigen Ausschnitt aus einem Gesamtgeschehen.  Das Anekdotische ist auf die für magisch-realistische Bilder typische Alltäglichkeit zurückzuführen. Dieses charakteristische Merkmal wird später von Edward Hopper, dem amerikanischen Maler, deutlich weiterentwickelt. Die unter der Oberfläche des Alltags schwelenden Gefühle aufzeigen – das gelingt dem Magischen Realismus in der Malerei, indem er die Grenze zwischen dem Realen und dem Irrealen nicht überschreitet. In magisch-realistischen Bildern kommt nichts Irreales vor. Die Welt in der magisch-realistischen Malerei bleibt real“

 

(Andreas Fluck, Magischer Realismus im 20. Jahrhundert))