BILDSERIEN IN ACRYL/ÖLMALEREI

Erstaunliches hat sie schon geschaffen. Die Spezies, die sich für die höchst entwickelte am Planeten Erde hält. Land genommen, vermessen, zugeteilt, bepflanzt und bebaut. Technologie eingesetzt zur Produktion, Fortbewegung oder Energiegewinnung. Regeln aufgestellt in Geboten und Verboten. Lebensförderndes und Todbringendes geschaffen. Manchmal in einer Hervorbringung zugleich. Meist indirekt erscheint der Mensch in Karlhubers Bildern. Repräsentiert durch sein Tun. Wie das Werk „Am Spielplatz“ zeigt, liegen Spiel und Zerstörung oft nahe beisammen.

Text: Dr. Volkmar Käppl (Sammler)

Von mystischer Kraft. Von starkem Einfluss. Die Verbundenheit mit dem Universum bewusst machend. Der Mond – nächtlicher Begleiter in kosmischer Ferne. In der Dunkelheit den irdischen Weg weisend. Zumindest im gegenständlichen Sinn. Und für das Ende des Tages im übertragenen Sinn: Auslöser für Gedanken an das Jenseits? Was in der Nacht undurchdringbar erscheint, kann sich bei Tageslicht als bewältigbar  erweisen. Auf dunkle Phasen folgen helle. Normalerweise.

Text: Volkmar Käppl (Sammler)

Die Bildwelt des Hanno Karlhuber - wird mitunter übersteigert durch das Vorkommen von Riesenfliegen – im Zeitalter der Gentechnik jedoch nicht unbegründet.  Doch es kann auch als Metapher für Irritation der Kommunikation gedeutet werden.

In einer weiteren Serie - Die Energie des Raumes - wird die Magie des Lichts und des Raumes geschildert. Raum wird spürbar gemacht durch Licht und Objekte die sich darin befinden. Der Sog in den Raum hinein entsteht durch eine Lichtquelle. Der schwebende Mensch kann als ein Ausgeliefertsein gedeutet werden, die kosmischen Steine als Hindernisse. Es ist eine naturalistische Beschreibung psychischer Zustände. (HK)

In diesen  frühen Bildern steht für den Künstler das Erzählerische im Mittelpunkt. Der Mensch ist nicht nur indirekt anwesend. Doch er zeigt sich in distanzierter Form. Die Angst vor Nähe ist spürbar. Die Malerei  friert die Magie des Augenblicks ein. (HK)