AUCH MAGIE IST REALITÄT

denn das Reale allein ist nicht genug

Der Magische Realismus ist eine Kunstrichtung - auch in der Malerei - die sich an Alltagsrealitäten orientiert, über diese aber hinaus weist. Denn auch die Magie kann als eine Realität begriffen werden.  Der Maler erzeugt unbewußt in seiner Darstellung der sichtbaren Alltagsrealität eine Atmosphäre, eine Stimmung, die auf  etwas Bedrohliches, Unheimliches oder Geheimnisvolles hinweist. Für ihn ist das Reale allein nicht genug!

 

Im Surrealismus und im Phantastischen Realismus werden die Dinge oft zwar gegenständlich, realistisch mit Licht, Schatten und Oberflächenbeschaffenheit dargestellt, doch der Kontext ist irreal. Die Landschaft oder das Stillleben sind Bühne für ein irreales Geschehen wie bei Salvador Dali. Im Magischen Realismus kommt meistens nichts Irreales vor, doch die Stimmung im Bild weist auf etwas Irreales, etwas Unwirkliches hin.

magischer Realismus, Rätsel der Dinge
Die Fliege, Öl/Tempera auf Holz, 70x85cm, 1983

Erzeugt wird diese Stimmung oft von besonderen Lichtverhältnissen oder Raumdarstellungen. Ein weiterer Aspekt ist, dass man  den Sinn einer Situation zwar nicht versteht aber von Fakten und detaillierten Beschreibungen überhäuft wird, wie z.B. in Kafka´ s Erzählung Die Verwandlung. Im Bild die Fliege hat Hanno Karlhuber eine ähnliche Situation malerisch geschildert; siehe Presseberichte.

Weiterführende Informationen

«Magischer Realismus» in der Malerei des 20. Jahrhunderts

 

 

«Magischer Realismus» in der Malerei des 20. Jahrhunderts (Europäische Hochschulschriften / European University Studies / Publications Universitaires ... Art / Série 28: Histoire de l'art, Band 197) (Deutsch) Broschiert – 1. Mai 1994

von Andreas Fluck  (Autor)

 

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